Grundsteuer 2028: Das müssen Vermieter nach der Reform wissen

Die Grundsteuerreform ist seit 2025 in Kraft — und viele Vermieter staunen über ihre neuen Bescheide. Manchmal höher, manchmal niedriger als zuvor. Das Wichtigste: Die Grundsteuer ist auf Mieter umlagefähig — aber nur wenn der Mietvertrag das vorsieht und die Abrechnung korrekt erfolgt.

Wie berechnet sich die neue Grundsteuer?

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Die neue Grundsteuer basiert auf drei Elementen: Grundsteuerwert (neu berechnet auf Basis von 2022-Werten) × Grundsteuermesszahl (bundeseinheitlich, aber Länder können abweichen) × Hebesatz (Gemeinde-spezifisch, 200–1.000 % möglich). Das Ergebnis ist die Grundsteuer. In vielen Kommunen ist das Ergebnis ähnlich wie zuvor — aber es gibt erhebliche regionale Unterschiede.

Wer zahlt die Grundsteuer?

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Rechtlich: Der Eigentümer. Mietrechtlich: Die Grundsteuer darf auf Mieter umgelegt werden wenn der Mietvertrag "Betriebskosten gemäß BetrKV" oder explizit "Grundsteuer" als umlagefähige Position nennt. Dann zahlst du sie vor und rechnest sie jährlich über die Betriebskostenabrechnung ab.

Grundsteuer als Werbungskosten absetzen

Als Vermieter kannst du die Grundsteuer als Werbungskosten in der Steuererklärung ansetzen (Anlage V). Auch wenn du sie teilweise auf Mieter umlägst: Du setzt den vollen Betrag ab, und die Umlageneinnahmen sind gleichzeitig als Einnahme anzusetzen. Netto: Die nicht umgelegte Grundsteuer (bei Leerstand oder nicht vollständiger Umlage) ist voll absetzbar.

Einspruch gegen neuen Grundsteuerbescheid?

Wenn du den neuen Grundsteuerwert für falsch hältst: Einspruch beim Finanzamt ist möglich — aber die Fristen sind kurz (4 Wochen nach Bescheid). Lass den Bescheid von einem Steuerberater prüfen. Besonders bei Grundstücken mit unklarer Nutzung (Gemischt) kann eine falsche Einordnung teuer werden. Mehr: Grundsteuer für Vermieter und Steuertipps Top 10.

Grundsteuer und Mietspiegel: Der Zusammenhang

Steigende Grundsteuern haben einen indirekten Einfluss auf Mietspiegel-Werte: In vielen Gemeinden fließen Betriebskosten-Entwicklungen in die Mietspiegelberechnungen ein. Wenn Grundsteuer flächendeckend steigt, steigen langfristig auch die ortsüblichen Vergleichsmieten — was Vermietern mehr Spielraum bei Mieterhöhungen gibt. Das ist kein sofortiger Effekt, aber ein mittelfristiger. Beachte: Die Grundsteuer ist stets vor dem 1. November eines Jahres zu entrichten. Verspätete Zahlung führt zu Säumniszuschlägen. Mehr: Grundsteuerreform 2025.

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